Seit Ende September 2026 finden Proteste vor Schulen in vielen Regionen Frankreichs statt – von ländlichen Kleinstädten bis zu den betonierten Vororten der Großstädte , in denen seit Beginn der Schul-Blockaden der #Ausnahmezustand herrscht, fordern sie angesichts der #Sparpolitik der Regierung bessere (Personal-)Ausstattung und #hitzeschutz sowie #Chancengleichheit.
Auch die CNT-IAA im französischen Département Allier erklärt sich solidarisch mit den Hunderttausenden jungen Menschen im #Bildungsstreik. Die Anarchosyndikalist*innen betonen, dass der sich teilweise in Straßenkämpfen mit brennenden Barrikaden äußernde Zorn auf das System gerechtfertigt ist. Und dass die zu Hunderten durch Polizist*innen verletzten und tausendfach in Gewahrsam genommenen Schüler*innen und Studierenden nicht im Gefängnis landen dürfen.
Doch Kapitalismus und Staat haben ihnen bereits einen genauen Platz zugewiesen: den der Anpassungsvariablen. Einerseits ist ihr Alltag geprägt durch institutionalisierte #Prekarität, unterbezahlte Studi-Jobs, #Massenarbeitslosigkeit und den militaristischen #Zwangsdienst. Andererseits werden ihre legitimen Bestrebungen nach einer lebenswerten, gerechten und freien Welt unterdrückt mit Knüppeln, Tasern, Wasserwerfern, Tränengas, Blendgranaten und Gummigeschossen.
Ob durch diese massive #Polizeirepression auf den Straßen der Großstädte oder durch das mörderische EU-Grenzregime, das gegen jene errichtet wird, die vor Elend und Bomben fliehen – die Mächtigen fordern von der Jugend nur Gehorsam oder Opfer.
Die CNT-IAA hingegen steht weiterhin zu den Prinzipien des #Anarchosyndikalismus und des freiheitlichen Kommunismus. Die Genoss*innen in Frankreich glauben weder an die Versprechen der Politik*innen, noch an den schönen Schein von Reformen. Denn diese dienen nur dazu, die kapitalistische #Ausbeutung ungestört fortzusetzen.
In der Jugend sehen sie nicht eine Altersgruppe, die man kontrollieren und anleiten muss, sondern den lebendigen Motor von Revolte und sozialem Wandel. Deren Ablehnung der alten Welt ist eine gemeinsame Kraft. Angesichts des nationalistischen Übels und der Spaltungen, mit denen die Mächtigen versuchen uns zu schwächen, setzt die #Basisgewerkschaft auf Internationalismus und direkte Aktionen.
Prekarisierte Schüler*innen und Student*innen, sowie junge Arbeiter*innen in Stadt und Land teilen den gleichen Drang zu Leben. Ihnen stehen die gleichen Feinde gegenüber: die Chefs, die Polizei und die Bürokratie.
Die CNT-IAA Allier ruft daher die protestierenden Jugendlichen auf, sich außerhalb der reformistischen Parteien und hierachischen Gewerkschaften zu organisieren. Durch #Selbstorganisation, #Vollversammlungen und #Klassensolidarität lässt sich dieses mörderische System gemeinsam bekämpfen.
Die Anarchosyndikalist*innen fordern die Jugendlichen daher auf, sich ihre Zukunft nicht stehlen zu lassen. Und stattdessen selbst die Kontrolle über ihr Leben zu übernehmen und die herrschende Ordnung zu sabotieren – gegen das Kapital, den Staat und alle Grenzen – für die #Anarchie.
Kontakt:
CNT-IAA Allier, initiative.03@cnt-ait.info, https://www.facebook.com/CntAit03Allier
Siehe auch: https://cnt-ait.info/2026/10/06/jeunesse-03
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