Protest gegen die Kündigung bei der Wiener Diakonie : Internationaler Aktionstag am 20. Mai 2026

auf Französisch : https://cnt-ait.info/2026/05/22/diakonie200526/

Auf Anfrage ihrer Schwesterorganisation in Österreich, der WAS-AIT, begab sich ein anarchosyndikalistisches Seelsorgeteam der französischen Sektion der AIT (CNT-AIT) an diesem gnadenreichen Tag, dem 20. Mai 2026, zum Sitz der Fédération de l’Entraide Protestante (FEP). Ziel war es, die Teilnehmer des „Tages des Kreises gegen der Prekarität“ der FEP über die skandalösen Praktiken ihres österreichischen Pendants, der Wiener Diakonie, zu informieren, die durch die Entlassung ihrer Mitarbeiter Prekarität schafft, ohne dabei auch nur das lokale Arbeitsgesetz einzuhalten.

Unsere guten Hirten des anarchosyndikalistischen Wortes konnten den Teilnehmer*innen ein Flugblatt mit Erläuterungen überreichen und sie zur grenzüberschreitenden Solidarität aufrufen, indem sie gegenüber der Wiener Diakonie ihre Ablehnung dieser Praktiken zum Ausdruck brachten, die allen Prinzipien der Hilfe und Solidarität zuwiderlaufen, die diese sonst für sich beansprucht.

Solidarische anarchosyndikalistische Grüße aus Paris Aktivist*innen der CNT-AIT Frankreich


Widerstand gegen die Arbeitsbedingungen bei der Diakonie in Wien

Solidarität mit der österreichischen Sektion der Internationalen Arbeiterinnen-Assoziation (IAA)

Wir zeigen uns empört ob der Arbeitsbedingungen bei der Diakonie in Österreich und solidarisieren uns mit unserer Schwestergewerkschaft Wiener Arbeiterinnen-Syndikat (WAS-IAA).

Eines unserer Gewerkschaftsmitglieder arbeitet bei der Diakonie, der Wohlfahrtsorganisation der Evangelischen Kirche. Im Rahmen von Kürzungen öffentlicher Gelder werden derzeit viele KollegInnen bei der Diakonie und anderen Einrichtungen gekündigt und Beratungsstellen geschlossen.

Als eine ihrer Kolleginnen gekündigt worden ist, hat die Genossin versucht, sich für diese einzusetzen. Daraufhin ist ihr angekündigt worden, dass auch sie – wegen ihres solidarischen Verhaltens – gekündigt werden wird. Die Kündigung folgte dann aber erst einmal nicht.

Die Genossin hat später öffentlich verkündet, dass sich weiter für ihre Kolleginnen einsetzen wird. Daraufhin ist sie dann am gleichen Tag doch gekündigt worden. Sie hat mit Unterstützung des WAS Klagen beim Gericht gegen die Kündigung eingebracht.

Da die Diakonie jegliche Kommunikation mit der Gewerkschaft verweigert und nicht zu einer außergerichtlichen Lösung bereit ist, hat es in Wien bis jetzt drei Gewerkschaftskundgebungen gegeben – vor Diakonie-Zentralen und am Karfreitag bei der Bischöfin.

Als ob das alles nicht schon genug wäre, hat die Genossin später dann noch, nachdem sie Kundgebungsflyer mit in die Arbeit gebracht hat, eine offizielle schriftliche Verwarnung bekommen – die allerdings rechtlich nicht haltbar ist.

Wir wollen, dass die Diakonie in Wien ihrer sozialen Verantwortung gerecht wird und der Genossin endliche eine außergerichtliche Lösung anbietet. Außerdem soll die Diakonie die Verwarnung zurückziehen.

Deswegen stehen wir hier heute zur gleichen Zeit vor vielen unterschiedlichen Diakonie-Zentralen (oder ähnlichen Einrichtungen) auf der ganzen Welt und protestieren gegen diese Arbeitsbedingungen bei der Diakonie in Wien!

Mehr Informationen sind auf der Seite der Gewerkschaft Wiener ArbeiterInnen-Syndikat:

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